Packhilfe - Wie du deinen Rucksack richtig packen kannst


 

Packhilfe - Unsere besten Pack-Tipps

Die nächste Reise steht an und du fragst dich, wie du deinen Rucksack richtig packen kannst. Was packe ich ein? Wie kann ich platzsparend meinen Backpack packen? Wie halte ich mein Reisegepäck ordentlich? Vieles hängt natürlich stark davon ab, ob es ein Backpacker Urlaub, ein Städtetrip übers Wochenende oder eine Geschäftsreise mit dem Flugzeug ist. Aber einige generelle Pack-Tipps sind für jede Art von Reise nützlich.

Online findet man viele Artikel zum Thema Koffer oder Rucksack packen. Aber Lena und ich merken immer wieder, dass wir aufgrund unserer Erfahrung gut und prägnant Tipps geben können. Vielleicht findest du hier sogar welche, die du sonst nirgendwo bekommst.

Hier sind unsere wichtigsten Tipps:

Nutze Packlisten

Kennst du das Gefühl, welches genau dann aufkommt, sobald du aus der Haustür raus bist - nämlich etwas vergessen zu haben? Wenn du bis jetzt noch keine persönlichen Packlisten erstellt hast, wird es höchste Eisenbahn. Jedes Smartphone hat mittlerweile eine Notizen-App, mit der man Checklisten zum abhaken erstellen kann.

Zuallererst stehen auf jeder Liste die Dinge, die während der Reise gar nicht oder nicht einfach ersetzbar sind: Reisepass/Perso, Portemonnaie mit Geldkarten, Handy, Schlüssel, Kontaktlinsen/Brille, Medikamente, Impfpass. Danach kommen die Dinge, die spezifisch für die Reise sind.

Stell dir vor, was du auf der Reise tun wirst und wo du dich aufhalten wirst. Versuche an alles zu denken, was in diesen Situationen gut wäre dabei zu haben. Gehe auch einmal durch deine Wohnung oder dein Zimmer und schau, ob du noch etwas gebrauchen könntest. Zusätzlich kannst du “[deine Art von Reise] Packliste” googlen und gegebenenfalls noch Punkte ergänzen, an die du noch nicht gedacht hast. So sollte auf deiner Packliste nun wirklich nichts mehr fehlen.

Nun machst du dir noch einmal Gedanken, was du davon wirklich brauchst und auf welche Dinge du verzichten kannst und sortierst radikal aus. Alles, was du nicht mitnimmst, musst du auch nicht schleppen. Nimm am besten weniger mit, als in das Gepäck passt. Dann kannst du auf Reisen noch etwas kaufen. Gerade Kleidungsstücke, die hier zu Lande keiner hat, können sehr schöne Souveniers sein.

Wenn dir während oder nach der Reise doch noch etwas auffällt, was du gerne dabei gehabt hättest, schreibe sie im Nachhinein auf die Packliste. So entwickelt sich für dich die perfekte persönliche Packliste, die du dann bei zukünftigen, ähnlichen Reisen einfach nutzen kannst. Ob für Sommerurlaub, Skiurlaub, Städtereise, Backpacking, Trekking Urlaub usw. - im Laufe der Zeit kannst du dann auf unterschiedliche persönliche Packlisten, zugreifen und so immer schneller und effizienter werden. Außerdem hilft die Liste auch bei der Heimreise nichts zurückzulassen. 

Die wichtigste Pack-Hilfe: Packing Cubes

So lustig es hier auf dieser Seite klingt: Packing Cubes sind wirklich einer der wichtigsten Packhilfen in fast allen Blogs und Videos, in denen es um Pack-Hilfen, Pack-Hacks, Pack-Systeme oder Pack-Guides geht. Google selber nach! Stelle also sicher, dass unsere ultraleichten Seeherz Packing Cubes auf jeder deiner Packlisten stehen ;)

Du weißt noch nicht, was Packing Cubes sind? Schau hier!

Rucksack richtig packen mit Packing Cubes von Seeherz

Packsystem

Du hast nun umfassende Packlisten und Ordnung im Gepäck dank unserer Packing Cubes. Zur Organisation deines Gepäcks gibt es aber noch weitere Tipps, damit die Reise und das Leben aus dem Gepäck leichter wird.

Ob du nun mit oder ohne Packwürfel packst, wichtig ist, dass deine Schuhe und andere Dinge mit Hohlraum nicht unausgefüllt reisen. Sonst verschenkst du nicht nur Platz, sondern es besteht auch die Gefahr, dass sie zusammengedrückt werden und knautschen oder zerbrechen. Als Füllung bietet sich z.B. deine Unterwäsche oder Socken an.

Ein weiterer wichtiger Tipp ist das Zusammenrollen von Kleidungsstücken. Dadurch komprimierst du deine Kleider, verminderst Falten und sorgst dafür, dass jedes einzelne Stück zugänglicher ist. Dicke und schwere Sachen, wie Jacken und Pullis ziehst du an oder packst sie außen an den Rucksack.

Benutzt du einen Koffer-Trolley, dann packe alle schweren Sachen nach unten. Benutzt du einen Reiserucksack, dann solltest du lieber das Gewicht so verteilen, dass der Schwerpunkt möglichst dicht am Rücken und in Schulterhöhe sitzt. Gerade beim Wandern mit einem Wanderrucksack ist das wichtig. Achte aber darauf, dass Zerbrechliches nicht unter schwereren Dingen liegt.

Nimm lieber einen Rucksack als einen Koffer als Handgepäck. Erstens kannst du den auf der Reise für Tagesausflüge nutzen. Zweitens werden Reisende mit Rucksack am Flughafen weniger häufig dazu aufgefordert, ihn zu wiegen oder ihn aufzugeben.

Alles, was du während der Reise brauchst, sollte leicht zugänglich sein: Tickets, Reisepass, Handy, Geldbörse, E-Reader, Kopfhörer, Ladekabel, Powerbanks, Reisekissen, Reisedecke, Dicke Socken, Pulli, Regenschutz, Sonnenbrille, etc. Klamotten, die du erst am Ziel brauchst, können weniger zugänglich verstaut werden. Der Wohnungsschlüssel, den du erst wieder bei der Rückkehr brauchst, kann direkt an eine sichere Stelle vergraben werden.

Wertvolle Gegenstände, wie Geldbörse, Smartphone, Laptop, Kamera und E-Book-Reader solltest du immer so eng wie möglich bei dir tragen, damit sie nicht verloren, geklaut oder kaputt gehen. Geld solltest du am besten verteilen, wobei du den Großteil sicher verstaust und immer nur den Teil Griffbereit hast, den du am Tag brauchst.

Außerdem kannst du noch einen Satz Wäsche in das Handgepäck packen für den Fall, dass der Koffer mal abhanden kommt.

Versuche bei Flugreisen ohne Gürtel zu reisen, weil du den sonst bei den Securities immer aus und anziehen muss. In bequemen, dehnbaren Hosen reist es sich ohnehin entspannter. In der Schlange der Security kannst du die Hosentaschen schon mal in eine Tasche des Reisekoffers oder Rucksacks entleeren, damit alles schneller und leichter geht. Außerdem gibt es so weniger Gelegenheit, dir etwas während des Security Prozesses zu entwenden.

Minimalistisch reisen

Viele der bisherigen Tipps beziehen sich darauf, dass wenn wir die heimische Komfortzone verlassen, alles dabei haben, was wir gebrauchen könnten, dass wir trotzdem den Überblick behalten, alles heile bleibt - und das möglichst leicht und platzsparend. Dieser Komfort ist ja auch schön und wir besitzen mittlerweile viele Dinge, die uns vieles vereinfachen. Was wir oft jedoch nicht sehen, ist, dass uns jedes zusätzliche Teil, was wir besitzen (oder dabei haben) belastet. Und zwar dadurch, dass wir Angst haben, es zu verlieren und, dass wir den Überblick über alles behalten müssen. Und das ist zumindest unterbewusst weder vereinfachend noch komfortabel. 

Deshalb können wir nur jedem raten, es einmal auszuprobieren und minimalistisch zu reisen. Im besten Fall merkst du, dass es für dich persönlich viel schöner ist. Aber auch, wenn es dir am Ende nicht gefallen hat, wirst du im schlimmsten Fall einige bereichernde Erfahrungen gesammelt haben. Z.B. wie wenig man eigentlich wirklich braucht, wie man eine stärkere Verbindung zu seiner Umgebung und Gegenwart schafft und wie man sich aufs Wesentliche konzentriert. Danach wirst du definitiv weniger Angst haben, etwas vergessen zu haben, weil du weißt, dass du das Essenzielle dabei hast und alles restliche verzichtbar ist.

Hier ein paar Minimalismus-Tipps:

  • Nimm deine Packliste und eliminiere noch radikaler aufs nötigste:
    • Portemonnaie mit Geldkarten, Handy, Ladekabel, Schlüssel, Kontaktlinsen/Brille, Medikamente
    • Schuhe, Pulli, Hose
    • Nur je 2-3 Oberteile und Sets Unterwäsche, dafür aber Rei in der Tube oder Ähnliches.
    • Pflegeprodukte
    • Keine “für alle Fälle”-Dinge oder Dinge, die nur zur Beschäftigung dienen oder
  • Manche schwören auf Kleidung aus Merinowolle, die multifunktional ist und lange frisch bleibt
  • Schau dich online noch ein bisschen um zum Thema “minimalistisch reisen” und “Reisen nur mit Handgepäck”

So, ich hoffe, du konntest etwas von unseren Tipps mitnehmen. Wenn du deine persönlichen Packlisten nach und nach ausbaust, alles in Packing Cubes ordentlich hältst und mit System packst, dir etwas von Minimalisten abschaust , wird das Packen und Reisen zunehmend entspannter. Mir hat es Spaß gemacht, diesen Artikel zu schreiben. Über Feedback und Anregungen würde ich mich natürlich freuen. 

Sonnige Grüße aus Köln
Robin von Seeherz

Lena und Robin von Seeherz


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